New Beginnings

Puenktlich zum neuen Jahr gab es neue Entwicklungen.

Manche davon schon lange in Planung, manche erst kuerzlich entstanden oder realisiert.

Sunny:

Wie berichtet, hatte ich meinen Kurzvertrag als Logopaedin in Albany angetreten und fuer 3 Monate durchgefuehrt.
Alle zwei Wochen fuer eine Woche in Albany Vollzeit beschaeftigt mit der Aussicht auf eine dauerhafte Stelle.
Es war ein guter Einstieg zurueck in die Logopaedie und die Leute waren sehr nett und hilfsbereit. Dauernd von zuhause weg sein war natuerlich weniger prickelnd, aber man ueberlebts. :)

Die Vollzeit- und Dauerstelle kam dann auch wirklich auf, nach reiflicher Ueberlegung hatte ich mich allerdings entschlossen, mich nicht darauf zu bewerben.
Multiple Gruende: unter anderem wollten wir nicht wirklich von Perth wegziehen, Albany ist doch recht klein und alle beruflichen als auch privaten Kontakte sind in Perth. Etc. etc.

Wie auch immer, das Albany Abenteuer war dann jedenfalls vorbei und es stellte sich natuerlich die Frage, was kommt als naechstes? Ich hatte mich auf verschiedenste kurz- und langfristige Stellen beworben – logischerweise gabs genuegend Konkurrenz bzw. Schwierigkeiten, dass der Job ueberhaupt zustande kam (die zustaendigen Abteilungen des Health Department sind nicht die schnellsten und am Geld mangelts auch ueberall).

Demensprechen “motiviert” habe ich mich dann auch auf Stellen in Privatpraxen beworben und siehe da: ein Vorstellungsgespraech ergab die sofortige Mitteilung, dass sie mich gerne an Bord holen wuerden.

Einzigste kleine Schwierigkeit: es ist kein Angestelltenverhaeltnis, sondern “nur” ein Mitarbeiten in der Praxis, aber sonst ist man selbststaendig. Schwierig deshalb, weil dass ja auch erstmal organisiert werden muss bzw. wir dachten, dass man auf einem Studentenvisum sicher nicht selbststaendig sein darf.
Aber siehe da! Ein klaerendes Telefongespraech mit der Einwanderungsbehoerde und dem Steueramt ergaben zu unserer grossen Ueberraschung, dass ihnen ganz egal ist, was und wie man arbeitet, solange die Maximumgrenze von 20 Stunden woechentlich nicht ueberschritten wird (und man seine Steuern ordentlich zahlt, natuerlich).

Gesagt, getan. Sunny beantragt also eine ABN (Australian Business Number), meldet sich bei der gesetzlichen (Medicare) und den privaten Krankenversicherungen als Provider (Therapeut) an, bezahlt die Gebuehr fuer die notwendige Haftpflichtversicherung (muss man haben in einer eigenen Praxis) und FERTIG.

Naja, das Ganze zog sich ueber den groessten Teil von Novemver und Dezember 2009 also Gut Ding braucht Weile.
Aber es ist geschafft. Direkt nach unserem Urlaub mit Familienmitglied P. im Dezember habe ich (wie gesagt, puentklich zum neuen Jahr) am 13.01. in der Praxis zu arbeiten begonnen.
Ich habe also jetzt eine eigene Firma (Ein-Mann-Firma), arbeite als private Therapeutin und muss zusehen, dass ich Patienten bekomme und Geld verdiene.

Grosser Nachteil am privat arbeiten, wie vielen bekannt sein duerfte: Keine Patienten = kein Geld. Privat arbeiten heisst also auch: man muss alles selbst machen, kein Kranken- oder Urlaubsgeld, viel Zeit die nicht verguetet wird (z.B. Vor- und Nachbereiten einer Therapie) aber auch kein Boss, keine fixen Arbeitszeiten (ich bestimme, wann ich arbeite), keine Antraege in zehnfacher Durchfuehrung stellen und ich kann mir aussuchen, welche Patientengruppe ich betreue. Also: :)

Die letzten zwei Wochen habe ich drei Gruppen mit mehreren Kindern mit einer weiteren Therapeutin geleitet. So langsam troepfeln Patienten ein bzw. werden demnaechst kontaktiert und hoffentlich in meine Patientenliste aufgenommen. Es rollt also langsam an – mal sehen, wie sich das Ganze entwickeln wird. Das Ziel ist natuerlich, die erlaubten 20 Stunden mit zahlenden Kunden zu fuellen und die restlichen 20 Stunden (oder mehr) einer Arbeitswoche gehen drauf fuer vorbereiten, Berichte schreiben, Finanzen organisieren etc.

Desweiteren habe ich begonnen, meinen Namen und meine Dienste in der deutschen Gemeinde in Perth zu verbreiten und den deutschsprachigen Leuten die Moeglichkeit zu geben in ihrer Muttersprache Therapie zu erhalten. Offensichtlich gibt es einige wenige Therapeuten Perth die deutsch sprechen (wahrscheinlich nur ein paar Brocken), aber niemanden der wirklich auf deutsch therapieren kann. Achja: mich, jetzt. :)
Ich habe schon einige Kontakte geknuepft und das wird in den naechsten Wochen / Monaten noch ausgebaut mit Flier verteilen, persoenlich auftauchen bei Club-Meetings, eventuell Info-Abende fuer deutsche Eltern etc.

Langweilig wird mir in naechster Zeit sicher nicht! :) Drueckt die Daumen fuer eine erfolgreiche Logopraxis!

Shamyas:

Shamyas hat nach dem Fiasko mit Total Connect wieder bei PC Madness angefangen und brav seine 20 Stunden neben dem College bzw. Vollzeit in den Semesterferien gearbeitet. Auch er war auf dem besten Weg in die Selbststaendigkeit, da er mit seinem Chef eine neue Firma gruenden wollte, in der Shamyas einen geldlichen und professionellen Anteil gehabt haette. Jetzt hat sich aber sein Chef nach genuegend Anschubsen und Planung erst mit ihnen hingesetzt und die richtigen Schritte zum Anmelden einer neuen Firma unternommen, nun aber einen Rueckzieher gemacht. Neben dem offensichtlichen Risiko, die eine neue Firmengruendung mit sich bringt, vermuten wir noch andern Gruende dafuer wie Angst Kontrolle und Stimmrecht abzugeben. Aus der ganz neuen Firma wird jetzt “nur” ein neuer Zweig der alten Firma. Das war etwas aergerlich, das schon einige Sachen (unter anderem Geldmittel) organisiert waren und jeder in den Startloechern stand…

Wie auch immer, jedenfalls hat Shamyas stattdessen den Managerposten fuer Systemdevelopment in der quasi neuen Firma angeboten bekommen und auch angenommen. Das heisst, er wird quasi selbststaendig arbeiten, kann alle bzw. die meisten Entscheidungen selbst treffen (z.B. neue Entwicklungen, Geldverwaltung, Leute einstellen), bekommt aber ein festes Gehalt plus Provision fuer neue Vertraege. Weniger Risiko mit aehnlichen Arbeitsbedingen. Hauptsaechlich ging es Shamyas bei der Selbststaendigkeit um die nichtvorhandene Kontrolle durch einen Boss und dien Faehigkeit selbst zu organisieren/entscheiden bzw. nicht jemand anderen reich zu machen ohne etwas davon zu sehen.
Mit dieser Version werden alle Beduerfnisse von beiden Seiten befriedigt… Details werden derzeit noch ausgearbeitet.

Los geht’s schon am Montag. Mal sehen, wie sich dieses Unternehmen entwickelt!

Allgemein:

Ansonsten ist alles beim Alten. Nach einem netten Urlaub ueber Weihnachten und Neujahr haben wir wieder etwas Kraft gesammelt fuer unsere jeweiligen Projekte. Auf die werden wir uns wohl im augenblick mal konzentrieren.

Shamyas muss allerdings auch noch an seinem Job-Assessment fuer Immi arbeiten. Seinen benoetigten Englischtest hat er letztes Wochenende dann auch mal abgesessen, die Resultate stehen noch aus, sollten, aber in den naechsten 2 – 4 Wochen eintrudeln. Sorgen machen wir uns darueber wenig, wir wissen wie gut sein Englisch ist und er braucht auch nur einen recht normalen Score um durchzukommen (nicht wie bei mir damals). Aber mal sehen! :)

Ende Februar geht auch das College wieder los und das bedeutet wieder alle Haende voll zu tun fuer alle Beteiligten.

Aber darueber berichten wir dann demnaechst!

Liebe Gruesse

Sunny und Shamyas

Published in: on Januar 31, 2010 at 14:19  Kommentare (2)  

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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Na das klingt doch vielversprechend! Geile Fotos übrigens Sunny. Ich war ganz neidisch auf die Strandfotos und die Togaparty *grinst*. Also langweilig isses bei euch jedenfalls nicht;)

    Salve und Hellau

    Das Muttertier mit zerbissenen Nippeln

  2. Hier passiert ja gar nix mehr :(


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