auch KSC (sic!) genannt. In diesem Fall bedeutet das aber nichts Huhniges, sondern Geld!
KSC steht hier fuer „Kwinana Software Company“. Das ist mein neuer Arbeitgeber, nachdem ich ja bei PCMadness aufhoeren musste. Die meisten Details hat euch Sunny ja in ihrem Beitrag „Enwicklungen“ schon geschildert.
Was sie natuerlich noch nicht abdecken konnte war die Geschichte meiner Jobsuche. Nachdem wir die Kunde von der Ablehnung erhalten haben, haben wir erstmal knappe 2 Wochen damit zugebracht, rauszufinden, was wir denn nun tun wollen. Wie Sunny schon angeritzt hat, gab es da mehrere Moeglichkeiten, die wir aber, vermutlich, nicht verfolgen muessen.
Ich hatte mich am Freitag vor 2 Wochen hingesetzt und massiv viele Blindbewerbungen rausgeballert, wie ich das ja immer so mache. Normalerweise hat es immer bis zu 4 Wochen gedauert, bis da eine Antwort kam. Diesmal waren es keine 24 Stunden, bis ich den ersten interessierten, wenn am Ende auch negativen, Anruf bekam. Freitag morgen beworben und Freitag nachmittag der erste Anruf….
Eigentlich hatte ich mich an dem Freitag dazu entschieden, mich zu entspannen und einfach erstmal abzuwarten was da auf mich zukommen wuerde. Irgendwie wuerden Sunny und ich das Kind schon schaukeln! Haben wir immer geschafft.
Ich war dann jedenfalls mit meinem Freund und Kollegen M. am Samstag alleine im Shop. Wir haben die Musik (PsyTrance) laut aufgedreht und haben die 100 Rechner die sich stapelten repariert. Im Eiltempo. Ganz allgemein hatte ich einen echt guten Tag und war super aufgelegt als ich gegen halb vier zu hause war.
Kurz vor vier klingelt das Telefon und es ist der Boss der Kwinana Software Company dran. Ich hatte mich auf den Job eigentlich nur der Form halber beworben, weil die eigentlich nach jemandem mit starkem Programmier-Hintergrund gesucht haben.
Jedenfalls meinte M2 (der neuen Boss faengt auch mit „M“ an) nur zu mir, dass er grade meine Bewerbung gelesen haette und obwohl ich nicht ganz auf das Profil im Internet passen wuerde, waere er so begeistert von meinen Erfahrungen, dass er mich gerne am Montag abend treffen wuerde. Ich habe dann noch vorgeschlagen, das wir uns auf ein Bier treffen sollten, denn wir sind schliesslich in Australien, hier macht man das nach 5 so.
Gesagt getan. Ich habe ihn am Montag drauf in einem netten Cafe im CBD (Central Business District), dem Stadtzentrum, getroffen. Wir haben uns 10 Minuten unterhalten in denen er mich ein bisschen ausgefragt hat. Ich machte ihm klar, dass ich einen Sponsor brauche, sonst ginge gar nichts. Das hatte ich ja auch in der Bewerbung angegeben. Ehrlich waehrt schliesslich am laengsten. Er meinte, das waere kein Problem und er haette grade noch jemanden eingestellt, dessen Visum er uebernehmen werde. Die KSC entwickle sich also sowieso in diese Richtung.
Nach 10 Minuten hatte ich also nen neuen Job und einen Sponsor. Wir haben noch ne knappe Stunde weiter gequatscht. Privat. Mit Bier. 3.
Jetzt die Details:
Die KSC ist eigentlich ein Software Entwicklungs Unternehmen, Programmierer also, mit bis dato 18 Angestellten. Alle, bis auf einen, Programmierer. Gute Sache, aber programmieren und Systemadministration sind zwei voneinander getrennte Welten, die nur wenige zu verbinden wagen und meist kennt man sich nur in einer davon aus.
Er moechte in Richtung System-Entwicklung gehen. Mit einigen grossen Unternehmen aus dem Energie- und Miningbereich hat er genug Geld und Interesse in Reichweite um so einige Sachen umzusetzen. Das ist in jedem Fall fuer mich interessant, denn es ist eine grosse Herausforderung. Darauf steh’ ich!
Wegen dem Sponsoring mache ich mir wenig Gedanken, gebe ich zu. PCMadness war grenzwertig, aber KSC ist:
- mehr als doppelt so gross
- im Software Dienstleistungsbereich taetig (SEHR viel Geld)
- hat ne grosse Kundenbasis
Ich denke mir halt, wenn DAS hier nicht klappt, dann klappt garnichts in der Richtung. Sollte es schief gehen, haben wir noch genug Zeit uns in Richtung Neuseeland zu bewegen oder wieder nen anderen zu finden, der NOCH groesser ist. Wir schaffen es auf jeden Fall. Wir wussten ja, dass es nicht einfach werden wuerde. Und ausserdem: Dinge, die dir hinten rein geschoben werden, weisst du auch nicht so zu schaetzen!
Was das Geld angeht: Ich verdiene jetzt fast doppelt so viel wie vorher und das ist nur das Einstiegsgehalt! Das wird es uns erlauben, einige Anschaffungen zu machen und trotzdem genug beiseite zu legen.
Ausserdem bietet sich mir hier die Moeglichkeit mich ernsthaft einem Standbein im Programmierbereich zu widmen. Und zwar auf genauso hohem Level, wie ich es von der Systemadministration gewohnt bin.
Alles in allem auf jeden Fall sehr positiv. Und eines bestaetigt sich fuer mich hier wieder: Ich habe offensichtlich mehr Glueck als Verstand! Es gibt Leute, die behaupten, ich waere nicht dumm. Aber hat schonmal jemand versucht, meinen GQ (Gluecksquotienten) zu messen?
Euer Shamyas
Wie einige im Blog schon sagten… IHR SCHAFFT DAS SCHON… und habt es auch wieder mal geschafft
Wünsche weiter hin so viel Glück!!!!!!!!!!
Shamy ick bin stolz uff dir!
Die Sache mit dem Bier ist auch n genialer Schachzug gewesen;)
PS: Der Spruch mit der Wertschätzung des „hinten reingesteckt Bekommenen“ stimmt absolut. Hab ich erst in den letzten Tagen wieder bemerken müssen…
Entweder ist das was total versautes, dass ich nicht wissen will oder du solltest mal wieder aus deinem Exil kommen um mir das zu erzahlen.
Cheers
Was Versautes is es leider nicht…
In meinem Exil duscht gerade ein Mann. Und Du schläfst sicher schon;)
Hi Ihr Beiden,
möchte nicht nachstehen beim Gratulieren. Wünsche Euch, daß es klappt.
LG
Danke Danke.
Wir hoffen natuerlich, dass es klappt. Die Chancen waren jedenfalls nie hoeher.
Nicht alle Dinge im Leben laufen, wie man es sich vorstellt. Eigentlich tun sie das ja fast nie, aber ich halte uns fuer Ueberlebenskuenstler und auch wir werden irgendwann mal anhalten, uns mit dem wohlfuehlen, was wir erreicht haben und uns dann auf diesen Lorbeeren ausruhen koennen.
Bis dahin ist es aber noch ein bisschen Weg und Zeit.
Es ist aber fantastisch zu wissen, dass uns so viele von euch im Geiste begleiten.
Liebe Gruesse,
euer Shamyas
Ey! Anhalten? Wohl eher nur im Sinne von seßhaft werden. Ansonsten bedeutet anhalten Stillstand und das ist der Tod jeder Entwicklung.
In diesem Sinne: immer in Bewegung bleiben und wer rastet der rostet.
*legt sich auf die Couch*
Nee…geht zur Arbeit;)
naja, die gelenke quietschen schon ein bisschen…vielleicht ein wenig WD-40…